Фондові лекції викладачів факультету іноземної філології - Частина ІІ - 2014

РОЗДІЛ 1. Фондові лекції з дисциплін циклу професійної та практичної підготовки для студентів ОКР «Бакалавр» з галузі знань 0203 Гуманітарні науки за напрямами підготовки 6.020303 Філологія* Мова і література (англійська); 6.020303 філологія* Мова і література (німецька); 6.020303 філологія*Мова і література (російська)

Г.В. Фоміна, кандидат філологічних наук, доцент

Verwandschaftsbeziehungen der deutschen Sprache

Дисципліна: Історія німецької мови

Вид лекції: оглядова лекція

Дидактичні цілі:

Навчальні: усвідомлення базових понять історії німецької мови для формування самостійності в аналізі історичних особливостей розвитку й існування німецької мови.

Розвиваючі: формувати вміння використовувати здобуті знання в практичній роботі і на цій основі розвивати навички наукового аналізу поставленої проблеми.

Виховні: забезпечити мотивацію та інтерес до історії німецької мови.

Міжпредметні та міждисциплінарні зв'язки: лінгвокраїнознавство та лексикологія німецької мови, культурологія, психологія, літературознавство, філософія.

Основні поняття (терміни): die Staatssprache, die indoeuropäische Sprachfamilie, die germanischen Sprachen, der Ablaut.

Навчально-методичне забезпечення: дидактичні матеріали - таблиці.

Theoretische Fragen

1. Die deutsche Gegenwartssprache und die nationalen Varianten der deutschen Literatursprache.

2. Die indoeuropäische Sprachfamilie. Die germanischen Sprachen.

3. Die Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte.

Literaturverzeichnis

1. Бублик В.Н. Історія німецької мови. Навчальний посібник для студентів вищих навчальних закладів / В.Н. Бублик. - Вінниця: Нова книга, 2004. - 272 с.

2. Левицький В.В. Історія німецької мови. Посібник для студентів вищих навчальних закладів / В.В. Левицький. - Вінниця: НОВА КНИГА, 2007. - 216.

3. Левицький В.В. Основи германістики / В.В. Левицький. - Вінниця: Нова книга, 2006. - 520 с.

4. Левицький В.В. Практикум до курсу «Вступ до германського мовознавства» / В.В. Левицький, С.В. Кійко. - Вінниця: Нова книга, 2006. - 264 с.

5. Рахманова, Н.И. История немецкого языка. От теории к практике [Текст]: учебное пособие / Н.И. Рахманова, Е.Н. Цветаева. - Москва: Высшая школа, 2004. - 334 с.

6. Moskalskaja O.I. Deutsche Sprachgeschichte (Москальская О.И. История немецкого языка). Учеб. пособие для студ. лингв. ун-тов и фак. ин. яз. высш. пед. учеб. заведений / O.I. Moskalskaja. - M.: Издательский цент «Академия», 2003. - 288 с.

Текст лекції

1. Die deutsche Gegenwartssprache und die nationalen Varianten der deutschen Literatursprache

Die deutsche Sprache ist Staatssprache in der BRD, in Österreich, eine der vier offiziellen Sprachen in der Schweiz und eine der drei Sprachen in Luxemburg, Staatssprache in Liechtenstein. Sie wird im deutschen Sprachraum in Ostbelgien, Südtirol, im Elsass und Lothringen sowie von Minderheiten in weiteren mittel- und außereuropäischen Ländern gesprochen. Deutsch ist eine Nationalsprache im afrikanischen Namibia. Die Zahl der Deutschsprechenden beträgt etwa 90 Millionen Menschen.

In den deutschsprachigen Ländern weist die deutsche Literatursprache gewisse Eigenheiten im Wortschatz, in der Aussprache, in Wort- und Formenbildung auf.

Man unterscheidet nationale Varianten der deutschen Literatursprache Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. So sagt man in Österreich Jänner für Januar, Kleiderkasten für Kleiderschrank. In der Schweiz heißt es Rundspruch für Rundfunk, anläuten für anrufen u.a.

Die Eigenheiten der deutschen Sprache in Österreich und in der Schweiz sind in diesen Ländern in die Sprachnorm der Literatursprache eingegangen. Sie sind von der schöngeistigen Literatur und Presse, von den Wörterbüchern und von den Schriften der Sprachpfleger kodifiziert. Das heißt, dass die deutsche Literatursprache wie jede Sprache, die von mehreren Nationen gesprochen wird, mehrere nationale Varianten aufweist, und zwar mindestens drei. In Österreich besitzt die Wiener Umgangssprache eigentlich die Geltung einer landschaftlich unbegrenzten, gemeinösterreichischen Umgangssprache und berührt sich mit der mündlichen Form der Literatursprache sehr eng.

In der Schweiz fungiert die deutsche Literatursprache vorwiegend als die Schriftsprache - als die Sprache der schöngeistigen Literatur, der Wissenschaft und der Presse. Im mündlichen Gebrauch ist die Literatursprache auf den Umgang mit Ausländern und auf das öffentliche Leben beschränkt. Sie wird in der Bundesversammlung, in den obersten Gerichtsbehörden, zum größten Teil auch in der kirchlichen Predigt, an der Universität und der höheren Schule verwendet. Im privaten Umgang jedoch wird in Stadt und Land, von den Angehörigen aller Gesellschaftsklassen das Schwyzertütsch (Schweizerdeutsch) gesprochen, das sich im Laufe des 19. Jh. aus den einzelnen schweizerdeutschen Lokalmundarten entwickelt hat und trotz einiger lokal er Unterschiede eine Art Schweizer Koine (überlandschaftliche Gemeinsprache) ist.

Eine eigenartige Sprachsituation hat sich auch in Luxemburg entwickelt. Historisch bedingt ist hier das Nebeneinanderbestehen von zwei Staatssprachen, des Französischen und als zweite Sprache des Deutschen. Die heimische Sprache Luxemburgs ist aber das Luxemburgische (Letzeburgisch, Letzebursch), das sich auf Grund der moselfränkischen Mundart der deutschen Sprache zur Umgangssprache der gesamten Bevölkerung Luxemburgs entwickelt hat. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Luxemburgische als eine der drei Staatssprachen anerkannt.

Die deutsche Sprache in Liechtenstein steht unter starkem Einfluss der schweizerischen Variante der deutschen Literatursprache.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts begann in Deutschland die Industrialisierung. Mit den Arbeitermassen, die die Industrie aus den damals übervölkerten Landgebieten anzog, entstanden mit unvorstellbarer Geschwindigkeit die neuen Großstädte. Im Jahre 1870 gab es im Reichsgebiet nur acht Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, bis 1910 war ihre Zahl auf 48 angewachsen.

Bis zum Ende des Kaiserreichs im Jahr 1918 herrschten im politischen und kulturellen Leben und auch im Gebrauch der Schriftsprache die bürgerlichen Traditionen vor. Seitdem ist nach dem Zusammenbruch der Monarchie und der Revolution von 1918 eine neu strukturierte Gesellschaft erstanden, in der die alten Standesunterschiede keine Rolle mehr spielen. Nach einigen Jahrzehnten des Überganges leben die Deutschen seit dem Neubeginn im Jahre 1945 in einer Gesamtgesellschaft, die man nicht mehr im traditionellen Sinne «bürgerlich» nennen kann. Auf diese Entwicklung antwortet, wie zu jeder anderen Zeit, auch deutsche Sprache. Schiller und Goethe, Sprachmuster für die Schulerziehung der bürgerlichen Zeit, sind für heutige Sprachgestaltung keine Vorbilder mehr. Die Sprache der Gegenwart ist direkter und derber geworden. Die Schriftsteller «nennen die Dinge beim Namen», sie verhüllen nichts, und die Schriftsprache von heute nähert sich der Sprache des Alltags, von der sie im bürgerlichen 19. Jahrhundert weit entfernt war.

Infolge der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts ist die Sprache im Umbruch, und durch die Spaltung Deutschlands wird die Lage noch verschärft. Quer durch Europas Mitte geht der Riß zwischen zwei scharf unterschiedenen politischen, ökonomischen und sozialen Systemen. Davon kann auch die Sprache nicht unberührt bleiben. Die Amerikanismen im Deutsch der Bundesrepublik sind zahlreich. Ausdrücke wie «blue jeans, beat, talk show, city, management, multinational» stammen aus dem amerikanischen Englisch, und in der DDR beweisen Wörter wie «Planerfüllung, Selbstverpflichtung, Kombinat, Kader, Brigade, volkseigen» den ideologischen Einfluß der Sowjetunion. Der östlichen Ideologie entsprechend bezeichnen Wörter wie «Freiheit, Demokratie, sozialistisch», jedenfalls im Sprachgebrauch der Einheitspartei und ihrer Presse, neue einseitige Inhalte, und Wörter wie «Aggressor, revanchistisch, imperialistisch» (immer nur auf Staaten der westlichen Welt angewandt), erinnern peinlich an die Propagandasprache der Hitlerzeit.

Die sprachlichen Folgen der ehemaligen politischen Spaltung Deutschlands in zwei Staaten mit verschiedener Gesellschaftsordnung, verschiedener Weltanschauung und Kultur betreffen vor allem die politische Schicht des Wortschatzes der deutschen Gegenwartssprache. Ein Unterschied im Wortschatz der deutschen Sprache in dem öslichen und in dem westlichen Teil Deutschlands entstand auch durch einen besonderen Kolorit, den der deutschen Sprache in der BRD zahlreiche Amerikanismen geben, die den Wortschatz der deutschen Sprache in der ehemaligen BRD überfluten, während sie in der ehemaligen DDR viel mäßiger gebraucht werden, z. B. Teeparty, Job, Manager, Story, Playboy, Drink, Dress, smart, fading u. a.

Doch viele der sprachlichen Neuerungen machen an der innerdeutschen Grenze nicht halt.

2. Die indoeuropäische Sprachfamilie. Die germanischen Sprachen

Die deutsche Sprache gehört zum germanischen Sprachzweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Alle germanischen Sprachen entstanden aus den altgermanischen Stammesdialekten. Die alten Germanen lebten in der Mitte des 1. Jahrhunderts vor u. Z. um die westliche Ostsee, zwischen der Oder und der Elbe, in Jütland und in Skandinavien. Sie bildeten große Stämme. Die Stämme wuchsen und gliederten sich, dadurch vollzog sich die sprachliche Aufspaltung noch vor Beginn unserer Zeitrechnung. So entstanden mehrere germanische Sprachen, die sich weiter selbständig entwickelten. Man gliedert auch die altgermanischen Sprachen in drei Gruppen:

1)nordgermanische (oder skandinavische) Sprachen (Altschwedisch, Altnorwegisch, Altisländisch);

2)westgermanische Sprachen (Altenglisch, Althochdeutsch, Altniederländisch, Altfriesisch);

3)ostgermanische (Gotisch existierte bis zum 7. Jahrhundert).

Heutzutage werden zwei Gruppen der germanischen Sprachen unterschieden:

Nordgermanische (skandinavische) Sprachen:

1. Schwedisch.

2. Dänisch.

3. Norwegisch.

4. Isländisch.

5. Färöisch (die Sprache der Färöer, wird auf den Färöen - Inselgruppe im Nordatlantik gesprochen).

Westgermanische Sprachen:

1. Deutsch.

2. Englisch.

3. Niederländisch.

4. Friesisch (in den Niederlanden, Niedersachsen, auf den Friesischen Inseln).

5. Afrikaans (eine der Staatssprachen der Republik Südafrika, neben Englisch).

Die germanischen Sprachen stimmen sich im Wortbestand, Lautbestand, Wortbildung und Formenbildung überein. Ihre Verwandschaft ist noch heute sichtbar. Das ist gemeingermanischer Wortschatz, ähnliche morphologische Struktur, gemeinsame

Wortbildungsmittel. Vergleichen wir:

a) Der gemeingermanische Wortschatz, z. B.:

Deutsch

Vater

Wort

bringen

Englisch

father

word

bring

Niederländisch

vader

woord

brengen

Schwedisch

fader

ord

bringa


b) Der Ablaut c er starken Verben, z. B.:

Deutsch

trinken - trank - getrunken

Englisch

drink - drank - drunk

Niederländisch

drinken - dronk - gedronken

Schwedisch

dricka - drack - drucken

c) Wortbildunssuffixe:

Deutsch Englisch Niederländisch Schwedisch

-schaft - Freundschaft

- ship - friendship

- schaß - vriendschaß

- skap – vänskap

Es ist auch leicht zu beweisen, dass die germanischen Sprachen zum Indoeuropäischen gehören:

d. drei, e. three, lat. tres, ukr. три;

d. Mutter, e. mother, lat. mater, ukr. матір;

d. neu, e. neu, lat. novus, ukr. новий u.a.

Auf deutschem Boden fingen gelehrte Schreiber ungefähr um das Jahr 770 an, Texte in der Sprache des eigenen Volkes zu schreiben. Vorher hatten sie jahrhundertelang nur lateinische Texte abgefaßt oder abgeschrieben. So kann man heute auf zwölf Jahrhunderte schriftlicher und seit dem 15. Jahrhundert auch gedruckter Überlieferung zurückblicken. Das bedeutet zwölf Jahrhunderte deutscher Sprachgeschichte.

Wurde aber wirklich um 770 schon «deutsch» geschrieben, und hat Karl der Große, als er im Jahre 768 zum König der Franken gekrönt wurde, sein Heer schon «auf deutsch» begrüßt? Karl wurde auf einer der reichen Besitzungen seiner Familie im oberen Moseltal, in der Gegend um Metz, geboren, und er selbst nannte seine Muttersprache «fränkisch». Er beherrschte ein gewaltiges Reich, fast ganz Frankreich, das schon seine Vorfahren den Römern abgewonnen hatten, Oberitalien und das germanische Land bis an die Elbe und die Saale. Der germanische Frankenstamm hatte die anderen Germanenstämme, die Alemannen und Baiern, und Karl selbst dazu noch die Sachsen unterworfen. Sie gehörten seither zum Frankenreich, aber ihr Streben nach Selbständigkeit war ungebrochen, und ihre Sprachen nannten sie «fränkisch, alemannisch, bairisch» und «sächsisch». Im Westen und Süden des Reiches sprachen die Einheimischen wie schon vor der fränkischen Eroberung immer noch die «Lingua Romana», die Sprache Roms. Die Germanen konnten diese fremde Sprache nicht verstehen, wohl aber verstanden sie sich trotz ihrer verschiedenen Mundarten untereinander. Darum nannte Karl in seinen (lateinisch geschriebenen) Urkunden und Erlassen diese Sprachen die «Lingua theudisca». Das war ein künstlich gebildetes Wort, abgeleitet von germanisch «theuda» = «das Volk», bedeutet also «die Sprache des eigenen Volkes» im Gegensatz zu der Sprache der Romanen. Erst um das Jahr 1000 tauchte die Bezeichnung «in diutiscun», d. h. «auf deutsch» auf. Der gelehrte Alemanne, der so schreibt, hat also begriffen, dass fränkisch, bairisch, alemannisch und sächsisch nur besondere Formen einer gemeinsamen Sprache sind.

3. Die Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte

Die deutsche Sprache entwickelte sich aus altgermanischen Stammesdialekten (Urgermanisch, germanische Ursprache). Diese Entwicklung begann in der zweiten Hälfte des 5. Jhd. bis zur Mitte des 8. Jhd besaß die werdende deutsche Sprache keine schtiftlichen Denkmäler. Diese früheste Periode nennt man vorliterarische Zeit. Etwa ab 770 erscheinen schriftliche Denkmäler in der deutschen Sprache. Die Geschichte der deutschen Sprache läßt sich in einige Perioden gliedern. Kriterien dafür sind:

a) Wandel des Sprachkörpers, d. h. Wandlungen im phonologischen System, in Formenbestand, Wortbildung und Wortschatz, die sich im Laufe von Jahrhunderten allmählich anhäufen und beträchtliche Veränderungen in der Sprache hervorrufen.

b) Wandel der Existenzformen der Sprache: ob die Sprache nur in gesprochener Form existiert oder auch ein Schrifttum besitzt, ob sie nur in Form von Mundarten lebt oder auch übermundartliche Existenzformen hat.

Zwölf Jahrhunderte sind eine lange Zeit, in der mancherlei Veränderungen in der Sprache vorgehen. Schon wenige Zeilen aus dem Vaterunser können das zeigen.

Um 825 schreibt ein Mönch im Kloster Fulda:

si giheilagot thin namo, queme thin rihhi, si thin willo, so her in himile ist, so si her in erdu.

Im Kloster Milstatt in Kärnten lautet derselbe Text um 1200:

geheiliget werde din name. zuchom uns din rich. din wille werde hie uf der erde als da ze himele.

In Luthers Bibeldruck von 1544 heißt es:

Dein Name werde geheiliget. Dein Reich kome. Dein Wille geschehe auff Erden wie im Himel,

und so steht es auch heute noch, mit geänderter Rechtschreibung, in den Ausgaben der Luther-Bibel.

Man erkennt sofort, daß die Entwicklung der Sprache in Stufen vor sich geht. Die vollen Endvokale des Textes von 825 (namo, willo, erdu, rihhi, giheilagot) sind um 1200 zu «e» geworden oder verschwunden (name, wille, erde, rich, geheiliget). Aber das lange «i» der betonten Silbe (din, rihhi) zeigt sich erst bei Luther als «ei» (dein, Reich), wie man es heute noch spricht. Auch Wortlaut und Wortfolge der drei Texte sind verschieden. Um auch das Nacheinander solcher Veränderungen richtig einordnen zu können, teilt man die Geschichte der deutschen Sprache in Perioden ein:

Althochdeutsch (ahd) von 770 bis 1050,

Mittelhochdeutsch (mhd) von 1050 bis 1350,

Frühneuhochdeutsch (frnhd) von 1350 bis 1650,

Neuhochdeutsch (nhd) von 1650 bis zur Gegenwart.

Es gibt noch eine Möglichkeit für Periodisierung:

Sprachstufe

Zeitraum

Kriterium

Indogermanisch

ca. 5000 - 1500 v. Chr.

Gemeingermanisch

ca. 1500 v. Chr. - 500 n. Chr.

1. Lautverschiebung setzt ein

Althochdeutsch

ca. 500 - 1050

2. Lautverschiebung setzt ein

Mittelhochdeutsch

ca. 1050 - 1350

Vokalentwicklung:

Nebensilbenabschwächung

Frühneuhochdeutsch

ca. 1350 - 1650

Vokalentwicklung: Diphthongierung schließt ab; soziokulturelle Kriterien

Neuhochdeutsch

ca. 1650 - 1900

soziokulturelle Kriterien

Deutsch von heute

seit ca. 1900

soziokulturelle Kriterien

Man kann auch die Perioden der deutschen Sprachgeschichte zu zwei großen Epochen zusammenzufassen:

Altdeutsch, das den alt- und mittelhochdeutschen Zeitraum umfaßt und aus den hochdeutschen Mundarten des Altreichs entwickelt wurde,

Neudeutsch, seit etwa 1350 (Karl IV.; Prager Kanzlei) auf ostmitteldeutschem Kolonialboden entstanden.

Dieses Neudeutsch allerdings beruht nicht unmittelbar auf den gesprochenen Mundarten. Es ist vielmehr aus den längst vorhandenen Schreibtraditionen der großen Kanzleien entstanden, die zwar landschaftlich gebunden sind, aber von Anfang an grob mundartliche Formen zu vermeiden suchen.

Zwischen diesen Perioden (in verschiedenen Periodisierungen) gibt es natürlich keine scharfen Grenzen, denn die Sprache entwickelt sich nicht sprunghaft, sondern stetig.

Zusammenfassung

Die deutsche Sprache ist Staatssprache in der BRD, in Österreich, eine der vier offiziellen Sprachen in der Schweiz und eine der drei Sprachen in Luxemburg, Staatssprache in Liechtenstein. Die Zahl der Deutschsprechenden beträgt etwa 90 Millionen Menschen.

In den deutschsprachigen Ländern weist die deutsche Literatursprache gewisse Eigenheiten im Wortschatz, in der Aussprache, in Wort- und Formenbildung auf.

Man unterscheidet nationale Varianten der deutschen Literatursprache Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Die deutsche Sprache gehört zum germanischen Sprachzweig der indoeuropäischen Sprachfamilie.

Die Geschichte der deutschen Sprache wird in folgende Perioden eingeteilt: Althochdeutsch (ahd) (von 770 bis 1050), Mittelhochdeutsch (mhd) (von 1050 bis 1350), Frühneuhochdeutsch (frnhd) (von 1350 bis 1650), Neuhochdeutsch (nhd) (von 1650 bis zur Gegenwart).






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